Erfahrungen/Gedanken eines Reitschülers

Freizeitreiter(innen) sind ein wichtiger Bestandteil im Schulbetrieb des Reitervereins.
Auch ohne Ambitionen, im "Großen Sport" Karriere zu machen, wollen/sollen diese Reiter ausgebildet werden, damit sie Sicherheit und Freude im Umgang mit Pferden gewinnen.
Für viele Reiter gehört dazu, sich in die freie Natur zu wagen und beim Reiten im Gelände, auf Sternritten oder Trails etwas mit Pferden zu erleben.
Gerade als Anfänger träumt man gerne von solchen Erlebnissen, sieht es doch sehr viel einfacher aus, mit gutrittigen, ausgeglichenen Pferden bei sonnigem Wetter in der Natur von einem Ort zum andern zu reiten, als in der Halle bei trübem Licht und Staub auf Haltung, Sitz und Hilfengebung zu achten, um auch ja genau auf den Hufschlagfiguren zu bleiben.
OK, der Wunsch war da, der Entschluss gefallen, die Anmeldung für einen Reiturlaub in der Fremde abgeschickt. Große Frage dabei, kann ich genug (frag mal deinen Reitlehrer!), war meine Einschätzung über meine Fähigkeiten richtig (für wieviele Hufeisen bin ich denn gut?), und wie komme ich eigentlich mit den fremden Pferden zurecht (na ja mit Klaus geht es ja schon ganz ordentlich, aber wenn’s mich auf Westi verschlägt ist die Katastrophe vorauszusehen!), und was denkt wohl der fremde Reitlehrer von mir, der mir nun eins seiner Tiere anvertrauen soll?
Alle diese Fragen werden beantwortet, und meine Erfahrung hat gezeigt, dass wir hier in Heidelberg nicht nur unsere Kringel in der Halle drehen, sondern auch auf solche Experimente vorbereitet werden (aber Hallo, ist aber schon was ganz Anderes!).
Die Auskunft von unseren Ausbildern war richtig (oder hätten sie doch sagen sollen „schlag’s dir aus dem Kopf!“?), meine Einschätzung der Fähigkeiten auch (nach Aussage des „fremden“ Reitlehrers). Das Urteil im fremden Stall – die Grundlagen sind da, mach weiter so - soll wohl heißen, der Unterricht zu Hause ist gut, wenn du dich genügend anstrengst kannst du auch mal was draus machen!).
Um es kurz zu sagen, ja wir kriegen hier beim RV Heidelberg eine gute Ausbildung (wenn wir mit der richtigen Einstellung daran arbeiten ...), was auch außerhalb des großen Sports anerkannt wird (schließlich hat man mir ja auch genügend vertraut, um mich nicht nur mit einfachen Pferdchen ins Gelände zu lassen), und der Urlaub war (trotz aller Bedenken im Vorfeld) ein voller Erfolg ...

Dr. Jürg P.F. Nüesch, Juni 2004

Auch andere Mitglieder reiten im Urlaub...

Imke Grewe in Wales Imke Grewe Urlaub in Wales

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